Schon seit langem geistert diese Serie irgendwo auf meinen Wunschlisten herum. Zu vage waren meine Vorstellungen, zu groß der allgemeine Skeptizismus. Ich kann es nicht genau erklären, aber mich haben die Cover der ersten Ausgaben immer abgestoßen aber irgendwie auch wieder angezogen. Jetzt hab ich aber im Sale den ersten Sammelband mitgenommen und ich wurde positiv überrascht. 

Every ninety years twelve gods return as young people. They are loved. They are hated. In two years, they are all dead.

Die Prämisse ist herrlich abgedreht und doch konventionell genug um interessant zu bleiben und eine gute Geschichte erzählen zu können.

Die Handlung erfahren wir dabei aber aus der Sicht eines Fans erzählt. Unser Hauptcharakter Laura  wird durch eine scheinbar zufällige Verkettung von Ereignissen – sofern es in einer Geschichte wie dieser Zufälle gibt –  tiefe Einsicht in die Welt des Pantheons gewährt.  Die Handlung selbst beschränkt sich auf eine kleine Crime-Story. Wir begleiten Laura auf der Suche nach Zeugen und Komplizen, wobei wir nach und nach die einzelnen Götter des Pantheons kennen lernen.

Nach mehr als einem Setup fühlt sich dieser erste Band auch nicht an. Zwar kann man mit etwas Fantasie eine größere Geschichte am Horizont erahnen, passiert ist im großen Rahmen aber noch wenig. Besonders ist bisher der Umgang mit Leben und Tod. Alle paar Seiten wird in beinahe philosophischer Art und Weise über Sterblichkeit und Unsterblichkeit referiert.

She´s not seventeeen. She´s immortal.

Der ganze Pantheon, beziehungsweise die ganze Comic-Serie steht unter einem simplen Motto:

Just because you´re immortal doensn´t mean you´re going to live forever.

Ich könnte jetzt natürlich noch lange über die Inspirationen in der Pop-Musik sprechen, aber ich verstehe bei bestem Willen nichts davon. Zu erwähnen ist aber die Playlist zum Comic, die die Macher auf Spotify eingerichtet haben.

Fazit:

Mir juckt es nach dem Setup in den Fingern mehr über das Pantheon zu erfahren und vor allem die Gangart der Comics weiter zu beobachten. Außerdem soll die Reihe laut den Machern irgendwo zwischen 30 und 60 Ausgaben enden, was beruhigend überschaubar wirkt.

Bisher sind 26 Ausgaben beim englischen Image-Verlag erschienen. Der Comic erscheint monatlich. Außerdem sind die ersten 22 Ausgaben in Trade-Paperbacks erschienen. Eine deutsche Übersetzung gibt es bisher nicht. 

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