Das Hamburger Hip-Hop Urgestein meldet sich zurück. Ob es ein fulminantes oder ein enttäuschendes Comeback ist, darum soll es heute gehen. Kurz und knapp habe ich das „neue“ Album für euch rezensiert.

„3 ist ne Party“ ist seit dem 1. November 2013 erhältlich und versucht den Spagat zwischen der gewohnt fröhlichen Partymusik und ernsterer Musik mit Inhalt. Ersteres ist dabei wie gewohnt gut, doch sobald die 3 Hamburger „Rap-Daddys“ versuchen ernster zu rappen zeigen sich inhaltliche und technische Schwächen. Es bleibt gut hörbar, löst aber keinerlei Emotionen aus. Speziell auf musikalischer Ebene zeigt sich die Routine. Innovative Beats bestechen im Hintergrund ohne sich aufzudrängen. Es wird aber leider auf neue Ideen seitens vokaler oder instrumentaler Gestaltung verzichtet. Über Flow oder Technik braucht hier nichts weiter gesagt werden, nach 10 Jahren im Business ist der Stil von Fettes Brot gefestigt und perfekt auf dem Beat. Doch kommen wir zu dem, wofür wir Fettes Brot lieben, und wofür wir auch letztendlich die Platten kaufen. Die spaßige Partymucke á la Emanuela und Jein. Mit KussKussKuss oder Für Immer Immer schließt die Band beinahe nahtlos an die alten Hits an. Hier merkt man zwar auch das Alter des Dreier-Gespanns, vor allem in Anspielungen, aber gerade das gibt der Musik einen kleinen neuen Touch. Es wird also auch nicht langweilig. Fazit: „3 is ne Party“ funktioniert in sich geschlossen sehr gut. Doch wenn Fettes Brot versucht über das bekannte Party Schema hinaus mit Inhalt zu punkten tuen sich Abgründe auf. Vor allem für Fans eine verspätete Empfehlung meinerseits. Wer jedoch nach Gänsehaut oder besonderer Deepness sucht wird enttäuscht sein. Ich war gut unterhalten und vor allem die Live-CD weiß zu überzeugen.

Bilder: KKT Berlin