Disclaimer: Der folgende Text entstand ursprünglich für die Schülerzeitung etcetera, für die ich während meiner Schulzeit tätig war. Der Text wird hier nur erneut hochgeladen und unkorrigiert übernommen. Außerdem sei zu bemerken, dass dieser Text bereits im März 2014 entstand. 

Gute Musik wird nicht nur durch vielschichtige und emotionale Texte definiert, manchmal braucht jeder die Extra-Portion Sinnloser Wahnsinn. Genau das ist „Bunte Republik Deutschpunk“, Verrücktheit, eine große Prise Humor, ein klein wenig Gesellschaftskritik und man hat die perfekte Musik zum Entspannen oder Abreagieren!

Dabei halten sich Vincent und Darg, die beiden Berliner Jungs hinter SDP, ganz und gar nicht an bestehende Genregrenzen. Oftmals driftet der Rap der beiden in Poppige oder rockige Richtungen ab, und vor allem in den Hooks wird wild rumprobiert. Selten habe ich ein so kreatives und auch mutiges Album erlebt. Daraus ergibt sich ein interessanter Flow auf abwechslungsreichen Beets. Trotzdem muss man sagen, dass sich SDP nicht neu erfindet, denn große Unterschiede zu „Die bekannteste unbekannte Band der Welt“ gibt es nicht. Alles ist polierter und ausgewogener aber im Allgemeinen More of the Same.

Also alles in allem ein gutes Album, das sich durchaus mit den Großen messen kann, was fehlt also? In den meisten Tracks der Inhalt. Auch wenn die Ideen durchweg gut und frisch sind, es bleibt einem nichts von dem Album. Ein paar Mal durchhören, den ein oder anderen Ohrwurm genießen und das war´s.

Was das Album dann aber vom Einheitsbrei abhebt, ist die Ironie und der Mut.  immerhin lautet die Prämisse des Album schlicht: weltweite Machtübernahme!

Fazit: Lohnt es sich also, sich „Bunte Republik Deutschpunk“ zu holen. Solltet ihr die Singles „Ne Leiche“ oder „Die Nacht von Freitag auf Montag“ gemocht haben, und sollte euch die aktuelle Single „Ein Lied für die Fans von den anderen Bands“ mitgerissen haben, gibt´s von mir eine klare Kaufempfehlung. Seid ihr jedoch auf der Suche nach einem ernsterem Album mit tiefsinniger Bedeutung, dann lasst besser die Finger von der Platte. Doch gerade jetzt, wo´s langsam wieder wärmer wird, brauchen wir doch alle mal ne Auszeit und zum Hirn ausschalten ist das Album perfekt!